30 Januar 2010

Gottes Namen II: Jahwe, der persönliche Gott

Eduard Böhl, Dogmatik § 6.

Als Mose von Gott den Auftrag erhielt, Israel aus Ägypten zu führen, wollte der Beauftrage Gottes Namen wissen, um eine Legitimierung für seinen Dienst zu erhalten. Darauf sprach Gott zu Mose (2. Mose 3,14): «Ich werde sein, der ich sein werde. So sollst du zu den Israeliten sagen: ‹Ich werde sein›, hat mich zu euch gesandt.» Das Wort Jahwe wird vom hebräischen Wort «sein» abgeleitet. Bei der Berufung von Mose, finden wir die klassische Erklärung dieses Gottesnamens.

Bemerkenswert ist, dass hier Gott von sich «ich» sagt und damit zeigt, dass er eine Person ist. Er stellt sich Mose vor, tritt ihm gegenüber und kann fortan mit «du» angesprochen werden. Ohne diese Begegnung mit Mose, ohne die Offenbarung, könnte kein Mensch so von Gott reden. Philosophen können von einem unendlichen Gott reden, der aber nicht gleichzeitig in der Endlichkeit persönlich wird.

Dieser besondere Name, enthüllt besondere Wesensmerkmale Gottes.

  1. Wie bereits gesagt, ist Gott eine Person, die dem Mensch begegnet.
  2. «Ich werde sein, der ich sein werde» zeugt von einem ewigen Gott. Er ist immer der selbe.
  3. Im Namen liegt der Hinweis, dass Gott ein lebendiges Wesen ist.
  4. Der Name sagt, dass Gott souverän und unabhängig ist. Er kann tun was er will. 
  5. Mit in diesem Gedanken liegt auch, dass Gott der Treue ist. Er wird sein Wort erfüllen.

«Jahwe ist der Gott seines Volkes, welcher kommt die Verheissung zu erfüllen. Jahwe ist Gott in Beziehung auf Christum, den Erlöser, der Gott, den wir im Werke der Erlösung kennen und verehren lernen.»

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